WAS MACHE ICH NACH DEM ABI? - Hilla Klingen
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WAS MACHE ICH NACH DEM ABI?

WAS MACHE ICH NACH DEM ABI?

Abi und was nun? … Mit lösungsorientierter Laufbahnberatung nach dem Zürich -Mainzer -Modell herausfinden, wie es weitergeht

In meinen Beratungen stelle ich fest:

immer mehr Jugendliche sind schlau, machen ihr Abitur, aber sind danach orientierungslos! Sie fragen sich: „Was mache ich nach dem Abi?“

Das liegt zum einen sicherlich daran, dass die Schüler heute so jung die Schule verlassen. Oft werden in den letzten Jahren schon 5-Jährige eingeschult, dann folgen in der Regel 12 Schuljahre bis zum Abitur. Wehr-und Ersatzdienst fallen weg. eine Reifephase kann nicht durchlaufen werden!

So sind einige- (viele) Schüler, die die starren Strukturen der Schule sehr früh verlassen, nicht wirklich reif für eine Entscheidung bezüglich ihrer Berufswahl.

Hinzu kommt noch die größtmögliche Fürsorge und Versöhnung durch die „Helikopter-Eltern“, die die Kinder nicht zur Eigenverantwortung und Entscheidungsreife ermutigt. Die Eltern regeln alles, treten als Retter auf und gehen sogar mit zum Erstsemestertag= „Schultütentag“. Die Jugendlichen können sich auch z.T. auf Grund ihrer Minderjährigkeit nicht alleine einschreiben.

Nach dem Besuch einer Probevorlesung oder einer knappen Berufsberatung haben sie sich oft (ich betone: nicht immer!) zu einer „Notlösung“ eingeschrieben, um überhaupt etwas zu machen, den Druck endlich loszuwerden.

Sie folgen den Erwartungen und Ideen der Eltern, der Verwandten, der Freunde, der Nachbarn usw. und übersehen hierbei oft völlig ihr wahres Talent, ihre eigene, ganz spezielle Berufung.

„Was willst Du werden? Lehrerin? Das ist doch ein schrecklicher Beruf mit den heutigen Kindern!“

„Arzt? Da muss Du aber viel arbeiten, langes Studium und wenig Verdienst.“

„Friseurin: Da hast Du nicht mal Lohn für einen eigenen Unterhalt und wozu hast Du Abitur gemacht?“

Nach meist erst 4 Semestern oder nach einem Jahr Ausbildung brechen dann viele ab, wählen die nächste „Notlösung“ und sind so unglücklich, dass sie depressiv werden und noch entscheidungsschwacher.

Ich habe in meiner Praxis Jugendliche erlebt, die zum Teil 3 Studienfächer abgebrochen haben. Sie haben dann eine Ausbildung gemacht, die gar nicht ihrem Talent entspricht. Sie sind todunglücklich, nicht selbstbewusst und fühlen sich nicht zugehörig.

30% und mehr brechen ihr Studium ab

Diese Studienabbrecher kosten den Staat Milliarden Euro (Studie des Stiftungsverbandes für die Deutsche Wissenschaft). Hinzu kommen indirekte volkswirtschaftliche Kosten bis zu 7,6 Milliarden Euro jährlich. Diese Summe errechnet sich aus privaten Investitionen der Studienabbrecher sowie den ihnen entgangenen Erwerbseinkommen. Nun sind in vielen Bundesländern Überlegungen zugange, zum 9-jährige Schulmodell zurückzukehren.

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